StartseiteGeschichten aus MöserHalli, Hallo

hier spricht heute mal die kleine Lucia. Um genau zu sein, Lejonahovin Donna Lucia, na, wie klingt das??? Meine Familie nennt mich - Lucia. Für alle, die unseren Weihnachtskalender nicht gelesen haben, möchte ich mich noch einmal kurz vorstellen.
Hoch aus dem Norden komme ich her, aus Haarajoki, Finnland. Ja, richtig, nicht Rheinland, nicht Saarland, Finnland. Warum Finnland? Tja, mein Frauchen, Kathrin, hat sich vor gut 1 1/2 Jahren beim Surfen im Internet unsterblich in meine Hundemami, Leijonamielen Savon Susanna, verliebt. Voller Ungeduld fieberte sie dem ersten Wurf entgegen, dann endlich war ich am 12. Oktober 2006 zur Welt gekommen. Ich bin also ein so genanntes "Wunschkind" gewesen. Nun lebe ich seit zwei Monaten in Deutschland bei meiner neuen Familie und einem Leo - Rudel. Es ist also an der Zeit, einen Bericht abzugeben, wie es mir so gefällt.
Also ich muss schon sagen, dass ich es ganz gut getroffen habe. Hier nun eine Liste über die schönen und weniger schönen Seiten meines kleinen Hundelebens.

Beginnen wir mal mit den schönen Dingen:

1. Essen und Trinken
sehr gut (angefangen von der kalten Küche, sprich Pansen, Fleisch, Herz, Obst und Gemüse usw. bis hin zur warmen Küche, wie da wären, Grießbrei, Hühnersüppchen usw.)

2. Ich bin nie allein
mein Frauchen ist immer da, wenn sie aus dem Haus geht, dann fahren oder gehen mindesten drei bis vier Hunde mit, darunter natürlich immer das Nesthäckchen, ich.

3. Mein Tagesablauf
ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Angemessene Welpenspaziergänge, Shoppingtouren, ich liebe es in der Stadt spazieren zu gehen, anders kann sich ein Superstar auch nicht fühlen, jeder ist hin und weg von mir, gut auch von meinem Rudel, alle wollen uns streicheln. Der Markttag am Freitag ist mir jedoch das Liebste, davon aber beim nächsten Mal mehr. Dann haben wir da noch den Kaffeeklatsch bei Oma und jede Menge lieben Besuch zu Hause.

4. Ich liebe mein Leo - Rudel,
ich bin total in unseren Hannibal verknallt, aber pssst...

Mein Leben ist denke ich soweit ganz in Ordnung, wenn da nicht die unschönen Dinge des Lebens wären. Ja, ja, so ein kleiner Hund, wie ich, kann auch schon Seufzer ablassen. Als da wären Hermine und Altamira. Als ich hier eingezogen bin, hat mich Hermine mit offenen Armen aufgenommen, naja, so würden es die Menschen sagen :-))
Auf ihr konnte man herumtollen, sie beißen, zwicken, die Ohren und Rute lang ziehen, einfach alles, sie sah mich nur mit ihren braunen Augen liebevoll an, und ließ es geschehen. Doch seit längerer Zeit hat sie wohl ein Problem mit ihrer Figur, denn sie wird von Woche zu Woche dicker. Aber ist das ein Grund ihre schlechte Laune deshalb an mir auszulassen??? Dann eine ganz große Gemeinheit, die ich meinem Frauchen nie zugetraut hätte. Wir waren zur Ausstellung gewesen und meiner lieben Freundin Holly wurde gesagt, sie sei zu dick. Seitdem heißt es für sie "FDH", der Napf ist also nur mäßig gefüllt. Hermine, welche in meinen Augen nun immer dicker wird, bekommt nun drei bis vier mal am Tag Futter, und wenn sie es mit langer Nase stehen lässt, dann wird es ihr auch noch hinterher getragen. Ich höre dann Frauchen sagen: "Heute ist sie wieder besonders mäkelig!". Ich verstehe das nicht!!! Gemein, oder???

Und dann Altamira. Nein, mit der spiele ich sobald nicht wieder. Ich bin manchmal eine kleine, freche Hexe, aber was ich nicht bin, ist geizig. So bekam ich, kurz nach meinem Einzug, von zwei sehr netten Menschen, Frauchen und Herrchen, nennen sie Doris und Harry, einen kleinen grünen Frosch geschenkt. Es war sofort mein Lieblingsspielzeug. Auch Altamira war sehr von ihm angetan, und wie schon erwähnt, bin ich nicht geizig und ließ sie auch mal damit spielen. Dann das schlimme Ende. Wir spielten mal wieder mit "Fröschlein", da hupte es draußen, der Postbote, und Frauchen musste kurz mal raus, um ein Paket in Empfang zu nehmen. Altamira nahm den Frosch und...
Ich wollte ihn befreien, bellte aus Leibeskräften, ja versuchte zu knurren, der Frosch quietschte so laut wie noch nie, bellen, quietschen, ein letzter lauter Quietscher, Frauchen, die unser Spektakel wohl bis draußen gehört haben muss, kam herein gestürzt, aber alle Hilfe kam zu spät..., mein "Fröschlein" war tot, zerlegt in viele kleine Froschteile.
Beim nächsten Stadtbummel besuchten wir zwei Zoohandlungen, aber nirgends ein Frosch. Aus lauter Verzweiflung kaufte Frauchen mir ein Ferkelchen, es hört sich fast wie der Frosch an, ich mag es aber nicht, Altamira auch nicht...

Soweit mein kleines Hundedasein, ganz nett, wenn man mal von dieser Altamira und Hermine absieht, oder???

So, nun muss ein Welpi, wie ich es noch bin, mal wieder 'ne Runde schlafen bis bald mal,

eure Lucia

Lucia, 6 Wochen



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02/2007


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